{"id":2143,"date":"2015-07-04T14:18:08","date_gmt":"2015-07-04T14:18:08","guid":{"rendered":"http:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?page_id=2143"},"modified":"2021-12-05T17:39:15","modified_gmt":"2021-12-05T16:39:15","slug":"kurzer-uberblick","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?page_id=2143","title":{"rendered":"Kurzer \u00dcberblick"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: justify;\">Kurzer \u00dcberblick:<\/h3>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: small;\">Dieser Text soll einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber das Verwaltungsstrafverfahren geben, in den Links finden sich detailliertere Erkl\u00e4rungen und strategische sowie politische Erw\u00e4gungen. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;\" align=\"justify\">Die Beh\u00f6rde (z.B. Polizei, Magistrat)<sup>\u00b9<\/sup> stellt normalerweise eine <a title=\"Was ist eine Strafverf\u00fcgung?\" href=\"https:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?page_id=2137\">Strafverf\u00fcgung<\/a> aus.\u00b2 Da steht drinnen, wie viel man zahlen muss und der Paragraf wegen dem die Strafe erlassen wurde. Die Strafverf\u00fcgung kann man innerhalb von <b>zwei Wochen nach <a title=\"Fristen\/Zustellung\" href=\"https:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?page_id=2365\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Zustellung<\/span> <\/a><\/b>(sobald der Brief\/gelbe Zettel im Postkasten liegt) beeinspruchen. Wenn man l\u00e4nger wegf\u00e4hrt kann man sich <a title=\"Infos zur \u201cOrtsabwesenheit\u201d\" href=\"https:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?p=2057\">&#8222;ortsabwesend&#8220; melden<\/a> um keine Fristen zu verpassen (wenn du nicht da warst, gibt es trotzdem noch eine M\u00f6glichkeit das Verfahren fortzuf\u00fchren)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\"><\/a><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\"><\/a>. Der Einspruch kann formlos an die Polizei zur\u00fcckgeschickt werden und sollte sich sowohl gegen die Verh\u00e4ngung der Strafe als auch gegen die Strafh\u00f6he richten. Au\u00dferdem sollte <a title=\"Akteneinsicht\" href=\"https:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?page_id=2355\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Akteneinsicht<\/span><\/a> beantragt werden. Macht man einen Einspruch kommen 10 % der verh\u00e4ngten Strafe als Verfahrenskosten dazu (mindestens aber 10 \u20ac pro Delikt), wenn ihm nicht stattgegeben wird.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;\" align=\"justify\">Danach f\u00e4ngt die Polizei erst an zu ermitteln und schickt z.b. eine <a href=\"https:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?page_id=2151\\#ladung\">Ladung<\/a> oder eine \u201e<a href=\"https:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?page_id=2151\">Aufforderung zur Rechtfertigung<\/a>\u201c oder eine <a href=\"https:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?page_id=2151\\#beweisaufnahme\">Verst\u00e4ndigung vom Ergebnis des Beweisverfahrens<\/a>. Reagiert man darauf nicht f\u00e4llt man nicht aus dem Verfahren.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;\" align=\"justify\">Im Normalfall erl\u00e4sst die Polizei dann ein <a title=\"Straferkenntnis\" href=\"https:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?page_id=2350\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Straferkenntnis<\/span><\/a>. Darin befindet sich erneut ein Erlagschein und die Begr\u00fcndung der Beh\u00f6rde, warum sie die Strafe trotzdem verh\u00e4ngt. Gegen das Straferkenntnis kann man innerhalb von <b>vier Wochen ab Zustellung<\/b> dann <a title=\"Beschwerde\" href=\"https:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?page_id=2361\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Beschwerde<\/span><\/a> einreichen. Reicht man Beschwerde ein kommen noch einmal 20 % der verh\u00e4ngten Strafe als Verfahrenskosten hinzu. sollte man das Verfahren verlieren. Die Beschwerde wird zur\u00fcck an die Polizei geschickt, die die Strafe ausgestellt hat. Diese hat dann noch einmal zwei Monate Zeit sich zu \u00fcberlegen, ob sie die Strafe doch einstellt. Sonst leitet sie die Beschwerde weiter an das Verwaltungsgericht. Das Verwaltungsgericht entscheidet dann dar\u00fcber entweder aufgrund der Akten oder nach einer <a title=\"M\u00fcndliche Verhandlung beim VwG\" href=\"https:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?page_id=2363\"><span style=\"text-decoration: underline;\">m\u00fcndlichen Verhandlung<\/span><\/a>. Du hast auf jeden Fall das Recht auf eine m\u00fcndliche Verhandlung.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;\" align=\"justify\">Bekommst du Recht, wird die Strafe eingestellt und du musst auch die Verfahrenskosten nicht bezahlen. Wird die Strafe nur gemindert musst du die 20 % Verfahrenskosten auch nicht zahlen. Wird der Beschwerde gar nicht stattgegeben, musst du die gesamte Strafe zahlen und insgesamt 30 % von der Strafe zus\u00e4tzlich f\u00fcr die Verfahrenskosten. Das ist aber auch das schlimmste, was passieren kann.<\/p>\n<div id=\"sdfootnote1\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\">1 In weiterer Folge schreiben wir nur mehr von der Polizei; wird die Verwaltungsstrafe von einer anderen Beh\u00f6rde ausgestellt, l\u00e4uft das Verfahren aber genau so ab! <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\">\u00b2Das Verfahren kann aber auch mit einer &#8222;Aufforderung zur Rechtfertigung&#8220; oder einer Ladung von der Polzei beginnen.<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurzer \u00dcberblick: Dieser Text soll einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber das Verwaltungsstrafverfahren geben, in den Links finden sich detailliertere Erkl\u00e4rungen und strategische sowie politische Erw\u00e4gungen. Die Beh\u00f6rde (z.B. Polizei, Magistrat)\u00b9 stellt normalerweise eine Strafverf\u00fcgung aus.\u00b2 Da steht drinnen, wie viel man zahlen muss und der Paragraf wegen dem die Strafe erlassen wurde. 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