{"id":2516,"date":"2015-11-26T19:38:19","date_gmt":"2015-11-26T19:38:19","guid":{"rendered":"http:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?p=2447"},"modified":"2015-11-26T19:38:19","modified_gmt":"2015-11-26T19:38:19","slug":"uberlegungen-zu-repression","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/at.rechtsinfokollektiv.org\/?p=2516","title":{"rendered":"\u00dcberlegungen zu Repression"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Repression ist eine Form von Unterdr\u00fcckung. Die, von der wir heute sprechen, ist die hegemonial geduldete und meist staatlich legitimierte Gewaltanwendung. Wie auch in anderen Lebensbereichen ist diese Gewalt nicht (nur) physisch zu verstehen. Staatliche Gewalt meint nicht nur rechtm\u00e4\u00dfiges und rechtwidriges Verhalten von Seiten der Exekutive, wie willk\u00fcrliche Gewalt in Form von Schl\u00e4gen, Tritten und \u00e4hnlichem, sondern auch viele andere Faktoren, oftmals innerhalb des rechtsstaatlichen Rahmens: Beispielsweise ist alleine die Angst vor beh\u00f6rdlichen Ma\u00dfnahmen als Repression zu verstehen. Diese Form der Unterdr\u00fcckung ist wirkungsstark. Sie ist auch ohne direkte Ma\u00dfnahmen ein im Denken und Handeln einschr\u00e4nkender Mechanismus. Die Angst vor potentieller rechtlicher Verfolgung bringt uns dazu, Dinge die wir gerne machen w\u00fcrden, nicht zu tun oder zumindest viel Zeit f\u00fcr die Abw\u00e4gung von F\u00fcr und Wider (das rechtliche Verbot und potentielle Verfolgung) aufzuwenden, aber auch Personen aus Angst zu misstrauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Auseinandersetzung mit Exekutivorganen w\u00e4hrend und nach Amtshandlungen, beispielsweise in Form einer Beschwerde, einer Berufung oder eines Gerichtstermins, kostet Zeit, Nerven und Kraft. Durch die notgedrungen aufgebrachte Energie verliert mensch ebendiese in anderen Aspekten, wie das t\u00e4gliche Leben zu bestreiten oder auch um politische K\u00e4mpfe zu f\u00fchren. Staatliche Repression findet aufgrund verschiedenster Diskriminierungsmechanismen statt. Die Repression gegen Links(radikale) ist ein kleiner Teil davon, da es bei der Aus\u00fcbung emanzipatorischer Politik zwangsl\u00e4ufig gegen das Bestehende geht, das die Exekutive, unter anderem durch die Anwendung von geltendem Recht, versucht zu erhalten. Trotzdem ist es wichtig zu bedenken, dass Menschen, die sich als linksradikal bezeichnen, in vielen anderen Aspekten eine privilegierte Stellung einnehmen. Migrant_innen, Personen ohne fixen Wohnsitz und Personen die aus welchen Gr\u00fcnden auch immer gegen Gesetze versto\u00dfen (m\u00fcssen), geraten in Konflikt mit der staatlichen Ordnung und bekommen es mit den verschiedene Formen der Repression zu tun. Wir vom Rechtsinfokollektiv versuchen Menschen, die von Repressalien betroffen sind, rechtlich weiterzuhelfen und in verschiedenster Weise zu unterst\u00fctzen. Ein Prozess oder eine Strafverf\u00fcgung richtet sich zwar in der Regel gegen einzelne Personen, die Folgen, n\u00e4mlich Einsch\u00fcchterung, Ohnmachtsgef\u00fchle und die daraus resultierende Handlungsunf\u00e4higkeit treffen aber alle. Ein kollektiver und solidarischer Umgang mit Repression ist daher aus unserer Sicht nicht nur w\u00fcnschenswert sondern eine Notwendigkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Repression ist eine Form von Unterdr\u00fcckung. Die, von der wir heute sprechen, ist die hegemonial geduldete und meist staatlich legitimierte Gewaltanwendung. Wie auch in anderen Lebensbereichen ist diese Gewalt nicht (nur) physisch zu verstehen. 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